04 | 02 | 2012
Glasfaser-Verkabelung Drucken E-Mail

Bei Berücksichtigung aller Kostenfaktoren kann solch eine komplette Glasfaser-Verkabelung durchaus kostenneutral gegenüber einer tertiären Kupfer- und sekundären Glasfaser-Verkabelung sein - mit zahlreichen Vorteilen.

Eine Verkabelung mit Glasfaser-Kabeln, auch LWL-Kabel genannt (LWL = Lichtwellenleiter) kann aus folgenden Gründen notwendig sein:

  • zwingend zwischen unterschiedlichen Gebäuden, auch bei Anbauten, wegen der unterschiedlichen Erdungs- und Potentialverhältnisse 
  • empfohlen innerhalb von Gebäuden vom zentralen Verteiler zu den einzelnen Etagenverteilern, ebenfalls wegen der Potentialtrennung
  • zwingend bei Überschreitung der maximalen Kabellänge für Kupfer-Verbindungen (90m installiertes Kabel)
  • zwingend in Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Beeinflussung (Maschinenhallen, ggf. Labors etc.)
  • empfohlen in unmittelbarer Nähe von Hochspannungsleitungen bzw. elektrifizierter Bahnstrecken
  • empfohlen in Gebäuden, die in exponierter Lage blitzgefährdet sind
  • zwingend für Datenübertragungsraten ab 10 Gigabit/s

Generell ist auch eine komplette Glasfaser-Verkabelung eines Gebäudes möglich ("Fiber-to-the-Desk"). Das hat folgende Vorteile:

  • Wegfall der 90m-Längenbeschränkungen der Verbindungen (wesentlich größere Längen möglich)
  • Zusammenführung aller Kabel an einem einzigen zentralen Verteiler, Raumersparnis
  • völlige Unabhängigkeit von den Potentialverhältnissen des Elektro-Netzes
  • völlige Resistenz gegen elektromagnetische Störungen

Bei Berücksichtigung aller Kostenfaktoren kann solch eine komplette Glasfaser-Verkabelung durchaus kostenneutral gegenüber einer tertiären Kupfer- und sekundären Glasfaser-Verkabelung sein.

Allerdings muss man auch die Nachteile sehen:

  • alle Ports der Aktiven Komponenten (Switches) müssen ein Fiber-Optic-Interface haben; diese Geräte bzw. Baugruppen sind mindestens doppelt so teuer wie solche mit Kupfer-Interfaces; die Auswahl von Fiber-Optic-Geräten oder Baugruppen ist bei allen Herstellern deutlich geringer.
  • alle Endgeräte müssen Fiber-Optic-Interfaces haben (Netzwerk-Adapter); diese sind ebenfalls mindestens doppelt so teuer wie normale Adapter; alternativ sind relativ teure Medienkonverter möglich.
  • die Übertragung von Telefonie-Diensten ist nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich.
  • eine Stromversorgung von Endgeräten mit PoE (IP-Telefone, WLAN-Access Points etc.) ist nicht möglich.

Bei Glasfaserkabeln gibt es eine Reihe von Merkmalen, die den konkreten Einsatzfall bestimmen:

  • Fasertyp
  • Kabelaufbau
  • Konfektionierungsart
  • Steckverbinder-Typ

Hersteller

Bei den Komponenten haben wir uns seit vielen Jahren auf folgende Hersteller konzentriert:

  • Glasfaserkabel GigaLine, z.B. DQ500 mit Fasergüte OM3
  • Glasfaserkabel
  • hochwertige Patch- und Anschlusskabel
  • hochwertige Steckverbinder (HQ-Ausführung)
  • Pigtails
  • 19"-Spleißschubladen
  • 19"-Panels
  • etc.