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Bei Berücksichtigung aller Kostenfaktoren kann solch eine komplette Glasfaser-Verkabelung durchaus kostenneutral gegenüber einer tertiären Kupfer- und sekundären Glasfaser-Verkabelung sein - mit zahlreichen Vorteilen.
Eine Verkabelung mit Glasfaser-Kabeln, auch LWL-Kabel genannt (LWL = Lichtwellenleiter) kann aus folgenden Gründen notwendig sein:
- zwingend zwischen unterschiedlichen Gebäuden, auch bei Anbauten, wegen der unterschiedlichen Erdungs- und Potentialverhältnisse
- empfohlen innerhalb von Gebäuden vom zentralen Verteiler zu den einzelnen Etagenverteilern, ebenfalls wegen der Potentialtrennung
- zwingend bei Überschreitung der maximalen Kabellänge für Kupfer-Verbindungen (90m installiertes Kabel)
- zwingend in Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Beeinflussung (Maschinenhallen, ggf. Labors etc.)
- empfohlen in unmittelbarer Nähe von Hochspannungsleitungen bzw. elektrifizierter Bahnstrecken
- empfohlen in Gebäuden, die in exponierter Lage blitzgefährdet sind
- zwingend für Datenübertragungsraten ab 10 Gigabit/s
Generell ist auch eine komplette Glasfaser-Verkabelung eines Gebäudes möglich ("Fiber-to-the-Desk"). Das hat folgende Vorteile:
- Wegfall der 90m-Längenbeschränkungen der Verbindungen (wesentlich größere Längen möglich)
- Zusammenführung aller Kabel an einem einzigen zentralen Verteiler, Raumersparnis
- völlige Unabhängigkeit von den Potentialverhältnissen des Elektro-Netzes
- völlige Resistenz gegen elektromagnetische Störungen
Bei Berücksichtigung aller Kostenfaktoren kann solch eine komplette Glasfaser-Verkabelung durchaus kostenneutral gegenüber einer tertiären Kupfer- und sekundären Glasfaser-Verkabelung sein.
Allerdings muss man auch die Nachteile sehen:
- alle Ports der Aktiven Komponenten (Switches) müssen ein Fiber-Optic-Interface haben; diese Geräte bzw. Baugruppen sind mindestens doppelt so teuer wie solche mit Kupfer-Interfaces; die Auswahl von Fiber-Optic-Geräten oder Baugruppen ist bei allen Herstellern deutlich geringer.
- alle Endgeräte müssen Fiber-Optic-Interfaces haben (Netzwerk-Adapter); diese sind ebenfalls mindestens doppelt so teuer wie normale Adapter; alternativ sind relativ teure Medienkonverter möglich.
- die Übertragung von Telefonie-Diensten ist nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich.
- eine Stromversorgung von Endgeräten mit PoE (IP-Telefone, WLAN-Access Points etc.) ist nicht möglich.
Bei Glasfaserkabeln gibt es eine Reihe von Merkmalen, die den konkreten Einsatzfall bestimmen:
- Fasertyp
- Kabelaufbau
- Konfektionierungsart
- Steckverbinder-Typ
Hersteller
Bei den Komponenten haben wir uns seit vielen Jahren auf folgende Hersteller konzentriert:
- Glasfaserkabel GigaLine, z.B. DQ500 mit Fasergüte OM3
- Glasfaserkabel
- hochwertige Patch- und Anschlusskabel
- hochwertige Steckverbinder (HQ-Ausführung)
- Pigtails
- 19"-Spleißschubladen
- 19"-Panels
- etc.
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