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04 | 02 | 2012
Hintergrund: Verkabelungs-Topologien Drucken E-Mail

Primärverkabelung, Sekundärverkabelung, Tertiärverkabelung - der Standard DIN EN 50173 sowie Nachfolge-Standards definieren die Verkabelung sehr genau.

Primärverkabelung: Glasfaser-Verkabelung in einem Campus (Gelände) einer Organisation zwischen den verschiedenen Gebäuden. Dies ist aus Gründen der elektrischen Potential-Verhältnisse in unterschiedlichen Gebäuden zwingen notwendig.

Sekundärverkabelung: Glasfaser-Verkabelung in einem Gebäude von einem zentralen Punkt zu den Etagenverteilern. Die Gründe sind die gleichen wie bei der Primärverkablung.

Tertiärverkabelung: Kupferverkabelung von Etagenverteilern zu den Anschlusspunkten der Endgeräte. Anzustreben ist, dass die Erschließungsbereich der Kupfer-Datenkabel und Elektroversorgung deckungsgleich sind. Die Tertiärverkabelung wird sehr gern so ausgelegt, dass neben den Datendiensten auch die Telefoniedienste über diese Verkabelung laufen (dienstneutrale Verkabelung). Auf eine separate Telefonverkabelung wird dann verzichtet.

Diese 3-stufige Topologie wird - vom Standard zugelassen - durchbrochen, wenn ein sogenannter Collapsed Backbone konzipiert wird. Dann verschmelzen Sekundär- und Tertiärverkabelung. Das ist völlig problemlos bei einer reinen Glasfaser-Verkabelung ("Fiber-to-the-Desk") - die sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringt. Unter Beachtung einiger Regeln ist es auch möglich, die Kupfer-Verkabelung etagenübergreifend auszuführen.