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18 | 05 | 2012
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NetzwerktechnologienNetzwerk-Infrastrukturen werden nach verschiedenen Kriterien eingeteilt:

  • nach ihrer räumlichen Ausdehnung in LAN, WAN oder MAN
  • nach dem Übertragungsmedium in drahtgebundene oder drahtlose Netze (WLAN, Richtfunk etc.)
  • nach der Übertragungstechnologie in Ethernet, ATM, FDDI, Token Ring etc.

Die Netzwerke selbst bestehen aus aktiven Komponenten und passiven Komponenten. Das gesamte Geschehen in Netzwerken ist im sogenannten OSI-7-Schichten-Modell eingebettet.

Sowohl für die einzelnen Komponenten als auch für Technologien gibt es eine Vielzahl von Standards.

Räumliche Ausdehnung

  • LAN = Local Area Network - ist die Infrastruktur in einem Gebäude bzw. einem Campus
  • WAN = Wide Area Network - ist das grossflächig angelegte landes- bzw. weltweite Kommunikationsnetz
  • MAN = Metropolitan Area Network - ist das Netzwerk in einer Stadt bzw. eines Ballungsgebietes

Übertragungsmedien

  • WLAN = Wireless LAN - ist die räumlich begrenzte funktechnische Datenübertragung als Ergänzung zu einer LAN-Verkabelung; dieses bietet Chancen und Risiken zugleich
  • Richtfunk bzw. Optischer Richtfunk - ist die Möglichkeit der Punkt-zu-Punkt-Kopplung über größere Entfernungen oder zur Überbrückung von Hindernissen

Übertragungstechnologie

Ethernet ist die am weitesten verbreitete LAN-Übertragungstechnologie. Ethernet ist nicht in jeder Hinsicht das "ideale" Verfahren, hat aber alle anderen Verfahren im LAN (wie Token Ring, FDDI und ATM) weitestgehend verdrängt. ATM hat jedoch eine erhebliche Bedeutung im WAN erlangt.

Ethernet wurde 1978 erfunden und seitdem in einer Reihe von Standards fortgeschrieben. Es ist ein nichtdeterministisches und selbstregulierendes Verfahren zur Übertragung von Daten. Es gibt keine Kontrollinstanz, die Teilnehmer (Stationen) im Netz handeln ihre Kommunikationsbeziehungen selbst aus. Die Daten werden in Paketen (Frames) variabler Länge verpackt, mit Adressinformationen versehen und nach bestimmten Regeln versendet. Diese sorgen dafür, dass die Chance für ein Datenpaket, den Empfänger zu erreichen, sehr hoch ist. Trotz allem auftretende Paketverluste werden durch Protokolle in darüber liegenden OSI-Schichten behandelt. Die theoretisch mögliche Datenübertragungs-Rate (Datenmenge pro Zeiteinheit) bezeichnet man auch häufig als Bandbreite.

Die hauptsächlichen Ursachen für die Verbreitung und Akzeptanz des Ethernet sind folgende:

  • relative Einfachheit des Verfahrens
  • Skalierbarkeit der Bandbreite von 10Mbit/s über 100Mbit/s ("Fast Ethernet") bis zu 1Gbit/s (Gigabit Ethernet) und mittlerweile 10Gbit/s, weitere Stufen sind in Sicht
  • Implementierung auf allen gängigen Medien wie Symmetrische Kupferkabel, Glasfaserkabel, Funkwellen
  • vergleichsweise wenig Fachkenntnisse zum Betrieb des Netzes erforderlich
  • Implementierung von Priorisierungs-Mechanismen zur Sicherung von zeitkritischen Übertragungen (Quality-of Service, QoS) 
 
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