Passive Komponenten

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Von WLAN-Lösungen abgesehen geht in einem Datennetzwerk nichts ohne eine hochwertige Verkabelung, die gemäß den gültigen Standards der Gebäudeverkabelung von fachkundigen Monteuren in hoher Qualität ausgeführt worden ist.

Die Qualität der Verkabelung ist entscheidend für Qualität, Stabilität und Zuverlässigkeit der Datenübertragung in einer Infrastruktur. Für die Diagnose bei Fehlverhalten im Netz ist es der schlimmste Fall, wenn befürchtet werden muss, dass die Fehler schon im Layer 1 des OSI-7-Schichten-Modells liegen könnten - sind doch typischerweise die höheren Schichten in ihrer Komplexität die Quelle für fehlerhaftes Verhalten. Trotzdem liegen  statistisch gesehen die meisten Fehlerursachen in der Verkabelung. 

Bestandteile

Zu den Passiven Komponenten eines Netzwerkes gehören verschiedene Bestandteile, die im folgenden aufgeführt sind. Nähere Informationen erhalten Sie, wenn Sie den entsprechenden Links folgen:

Dabei wird gemäß Standard DIN EN 50173 und Nachfolge-Standards folgende Topologie definiert:

  • Primärverkabelung: Glasfaser-Verkabelung in einem Campus (Gelände) einer Organisation zwischen den verschiedenen Gebäuden. Dies ist aus Gründen der elektrischen Potential-Verhältnisse in unterschiedlichen Gebäuden zwingen notwendig.

  • Sekundärverkabelung: Glasfaser-Verkabelung in einem Gebäude von einem zentralen Punkt zu den Etagenverteilern. Die Gründe sind die gleichen wie bei der Primärverkablung.

  • Tertiärverkabelung: Kupferverkabelung von Etagenverteilern zu den Anschlusspunkten der Endgeräte. Anzustreben ist, dass die Erschließungsbereich der Kupfer-Datenkabel und Elektroversorgung deckungsgleich sind. Die Tertiärverkabelung wird sehr gern so ausgelegt, dass neben den Datendiensten auch die Telefoniedienste über diese Verkabelung laufen (dienstneutrale Verkabelung). Auf eine separate Telefonverkabelung wird dann verzichtet. 

Diese 3-stufige Topologie wird - vom Standard zugelassen - durchbrochen, wenn ein sogenannter Collapsed Backbone konzipiert wird. Dann verschmelzen Sekundär- und Tertiärverkabelung. Das ist völlig problemlos bei einer reinen Glasfaser-Verkabelung ("Fiber-to-the-Desk") - die sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringt. Unter Beachtung einiger Regeln ist es auch möglich, die Kupfer-Verkabelung etagenübergreifend auszuführen. 

Konfektionierung und Messung

Ausschlaggebend für die Qualität einer Verkabelung sind jedoch nicht nur die hochwertigen Materialien, sondern auch deren fachgerechte Konfektionierung. Die Anforderungen an die Kenntnisse und Sorgfalt das Fachpersonal sind hoch, da es sich im Gegensatz zu einer herkömmlichen Schwachstromverkabelung hierbei um hochfrequenztechnische Installationen handelt. Nach der Errichtung einer solchen Verkabelung muss jede einzelne Verbindung zwischen Patchfeld und Anschlussdose bzw. Patchfeld mit einem speziellen Messgerät (TDR = Time Domain Reflectometer bei Kupfer bzw. OTDR = Optical Time Domain Reflectometer bei Glasfaser), nach einer Vielzahl vorgegebener Parameter vermessen werden. Bei der Glasfaserverkabelung muss ausserdem noch eine Dämpfungsmessung durchgeführt werden. Dabei entsteht für jede Messung ein umfangreiches Messprotokoll, was Bestandteil der Revisionsunterlagen der Verkabelung wird.

Die Konfektionierung von Kabeln sowie die Messungen zählen zu den Dienstleistungen unseres Unternehmens.

In jedem Falle empfehlen wir eine projektbezogene Beratung oder Planung vor der Ausführung entsprechender aufwendiger Realisierungsarbeiten.